Hundepflege leicht gemacht

Sämtliche Hundepflegemaßnahmen dienen nicht nur der Erhaltung eines sauberen Fells, sondern wirken sich unmittelbar auf die Durchblutung und damit auf die Gesundheit der Tieres aus. Außerdem fühlen sich die meisten Hunde bei der Bürstenmassage sehr wohl, sodass die Prozedur auch die soziale Bindung an den Besitzer stärkt.

Ab und an müssen bei den meisten Vierbeinern die Krallen gekürzt werden. Dabei bitte die Krallen an der Innenseite der Vorderpfoten und mögliche Wolfskrallen an den Hinterbeinen nicht vergessen. Bei anfälligen Rassen inspiziert man zusätzlich die Augenwinkel und die Ohren, um sie bei Bedarf mit Augen- oder Ohrreiniger in Ordnung zu pflegen. Natürlich sollte die Genitalregion immer von Verschmutzungen frei gehalten werden, um Infektionen zu vermeiden. Wichtig ist auch eine gute Zahnpflege. Um dem Zahnstein vorzubeugen, empfehlen sich Spielzeuge zum Knabbern, die einen zahnreinigenden Effekt haben. Ein frischer Rinderknochen erfüllt den gleichen Zweck. Dennoch wird man Zahnstein nicht ganz verhindern können. Für diese Fälle gibt es diverse Zahnpflegepasten und Sets zur täglichen Zahnpflege für den Hund.

Pflege glatthaariger Hunderassen

Glatthaarigen Hunderassen haben den Vorteil, dass sie weder verfilzen können, noch sich einer aufwändigen Pflegeprozedur unterziehen müssen. Es genügt, sie ab und an mit einer weichen Bürste von überreifen Haaren zu befreien und mit einem Wolltuch für Glanz zu sorgen. Wer aber meint, dass diese winzigen Haare in der Wohnung keine Rolle spielen, der irrt. Auch kurzhaarige Hunde hinterlassen ihre haarigen Spuren, vor allem während des Haarwechsels. Da sich die Tiere den konstanten Temperaturen in den Wohnräumen anpassen, haaren vielen während des ganzen Jahres ein wenig. Die beste Methode, um den kleinen Stichelhaaren zu Leibe zu rücken, ist ein Furminator für kurzhaarige Hunde. Dieses Pflegewerkzeug enfernt nur lose Haare und zu dichte Unterwolle. Den Hundefriseur sehen Kurzhaarige ansonsten nur zum Kürzen der Krallen, falls man das nicht selbst erledigen möchte.

Pflege rauhaariger Hunderassen

cairn-terrierDie rauhaarigen Terrier wie Cairn, Westie, Border Terrier usw. und alle Schnauzerrassen werden regelmäßig gekämmt und gebürstet, wobei ihr hartes Haar meist nicht zum Verfilzen neigt und eine schmutzabweisende Wirkung besitzt. Ein Bad ist nur im Norfall nötig, da es die Haare weicher und damit empfindlicher macht. Auch für die Rauhaarigen empfehlen wir den Furminator oder ein vergleichbares deShedding-Werkzeug, um überständiges Haar und Unterwolle schonend zu entfernen. Bei Hunden, die regelmäßig mit dem Furminator gepflegt werden, reduziert sich der Aufwand beim Trimmen. Je nach Haarlänge verwendet man den Furminator für lang- oder kurzhaarige Hunde. Für Cairn Terrier hat sich zum Beispiel die Langhaarvariante bewährt. Besonders lange Haarpartien können auch mit einem Kamm geschlichtet werden. Für die Massage empfiehlt sich ein flexibler Terrierstriegel aus Gummi mit angerundeten Metallstiften.

Im Abstand von einigen Monaten trimmt man die Rauhaarigen, d. h. man befreit sie von überreifem Haar, indem man es mit einem Trimmesser oder mit Hilfe von Gummifingerlingen auszupft. Das tut nicht weh, sofern man den richtigen Zeitpunkt wählt. Der Intervall hängt von der Wachstumsgeschwindigkeit des Fells und seiner Reife ab. Durch die harten Trimmhaare sind Terrier und Schnauzer pflegeleicht und relativ unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen. Das Trimming sollte man einem guten Hundefriseur überlassen oder einen Trimmkurs besuchen, um die Technik richtig zu erlernen.

Pflege lang- und stockhaariger Hunde

Die Vertreter dieser Rassen werden regelmäßig gekämmt und gebürstet. Das anschließende  Abreiben mit einem Wolllappen bringt einen besonders schönen Glanz auf das Fell.

Bei Rassen wie Cocker-Spaniel und Neufundländer werden einige Partien mit speziellen Trimmmessern ausgedünnt. Manche Langhaarrassen, wie zum Beispiel Yorkshire- und Silky-Terrier, benötigen regelmäßige Bäder und Haarspülungen, wenn ihr Haar in rassetypische Hochform kommen soll. Für den Hausgebrauch ist das nicht immer nötig, für Ausstellungen aber auf jeden Fall. Der Pflegeaufwand ist bei den Langhaarigen etwas höher als bei Rassen mit anderen Haarstrukturen, wobei sich auch das nicht pauschal sagen lässt. Auf jeden Fall sollte man sich keinen langhaarigen Hund kaufen, wenn man auf Hundehaar in der Wohnung empfindlich reagiert, denn das lässt sich beim besten Willen nicht ganz vermeiden (bis auf nichthaarende Rassen). Auch die meisten Langhaarigen können mit einen Furminator sehr gut von überständigem Haar befreit werden. Zusätzlich benötigt man einen nicht zu engen Kamm für die längsten Haarpartien und möglicherweise auch einen Entfilzer, sofern sich doch einmal Knoten gebildet haben. Für Pudel, Cockerspaniel und ähnliche Rassen gibt es spezielle Drahtbürsten, um das besonders dichte Haar zu schlichten.

Langhaarige Hunde werden dem Hundefriseur vorgestellt, um das Haar leicht zu kürzen und auszudünnen. Während des Haarwechsels hilft der Hundefriseur durch Carding die nun überflüssige Unterwolle zu entfernen. Nichthaarende Rassen wie Pudel und Kerry Blue Terrier müssen regelmäßig eine Hundeschur bzw. einen Schnitt nach Rassestandard bekommen. Da diese Pflegetechniken viel Erfahrung voraussetzen, empfehlen wir den Besuch eines versierten Hundefriseurs.

Author: Hundepflege-Profi

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